
Wie erkennt man MIH?
Typische Anzeichen sind:
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kreidige, matte Oberflächen
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gelbliche bis bräunliche Verfärbungen
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erhöhte Empfindlichkeit oder Schmerzen beim Zähneputzen sowie bei heißen oder kalten Speisen
Je dunkler und ausgedehnter der Defekt, desto weicher ist der Zahnschmelz. In schweren Fällen kann es zum Abplatzen oder Zerbröseln der Zahnsubstanz kommen – unabhängig von der Zahnpflege. Betroffene Zähne sind deutlich anfälliger für Karies und benötigen frühzeitig zahnärztliche Betreuung.
Wie entsteht MIH?
Die genaue Ursache ist bislang nicht abschließend geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren während der Zahnentwicklung – von der Schwangerschaft bis in die frühen Lebensjahre. Dazu zählen unter anderem:
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Umweltfaktoren (z. B. Bisphenol A)
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Antibiotikaeinnahmen
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chronische Erkrankungen der Atemwege im Kindesalter
Was können Sie tun?
Bei Verdacht auf MIH empfehlen wir, zeitnah einen Untersuchungstermin zu vereinbaren. Nach einer sorgfältigen Diagnose erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Eine professionelle, regelmäßige Betreuung ist bei MIH besonders wichtig.
Wie wird MIH behandelt?
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad:
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Milde bis moderate MIH (ohne Substanzverlust):
Versiegelung der betroffenen Backenzähne und regelmäßige Kontrollen im Abstand von 3–6 Monaten. Ergänzend wird ein hochkonzentrierter Fluoridlack zur Kariesprophylaxe aufgetragen. -
Ausgeprägte MIH (mit Substanzverlust):
Versorgung der Zähne mit Füllungen oder Kronen – abhängig vom Entwicklungsstand des Zahnes. -
Sehr schwere Fälle:
In enger Abstimmung mit der Kieferorthopädie kann eine Entfernung des betroffenen Zahnes sinnvoll sein, mit anschließendem kieferorthopädischem Lückenschluss.

