STRUKTURSTÖRUNGEN

STRUKTURSTÖRUNGEN

Erkennen. Erklären. Behandeln.

Strukturstörungen der Zähne sind Entwicklungsbesonderheiten des Zahnschmelzes, Dentins oder Zahnzements. Sie können angeboren sein oder sich im Laufe der Kindheit durch äußere Einflüsse wie Verletzungen, Erkrankungen, Medikamente oder Mangelzustände entwickeln.

Die Veränderungen zeigen sich unterschiedlich: von weißen oder gelblichen Verfärbungen über raue, empfindliche Zahnoberflächen bis hin zu deutlichen Formabweichungen. Häufig geht damit eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit und ein größeres Kariesrisiko einher.

Unser Ziel ist es, solche Strukturstörungen frühzeitig und behutsam zu erkennen, Eltern und Kinder verständlich aufzuklären und eine sanfte, individuell abgestimmte Behandlung zu ermöglichen. Dabei steht nicht nur der Schutz der Zahnsubstanz im Fokus, sondern auch die funktionelle Entwicklung, Ästhetik und das langfristige Wohlbefinden Ihres Kindes.

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zu den häufigsten Strukturstörungen im Kindesalter – Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) und dem Turner-Zahn.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei Dr. Prugmaier.

Wir freuen uns darauf, Sie individuell zu beraten und über Möglichkeiten der Behandlung aufzuklären.

Erkennen. Erklären. Behandeln.

Strukturstörungen der Zähne sind Entwicklungs-besonderheiten des Zahnschmelzes, Dentins oder Zahnzements. Sie können angeboren sein oder sich im Laufe der Kindheit durch äußere Einflüsse wie Verletzungen, Erkrankungen, Medikamente oder Mangelzustände entwickeln.

Die Veränderungen zeigen sich unterschiedlich: von weißen oder gelblichen Verfärbungen über raue, empfindliche Zahnoberflächen bis hin zu deutlichen Formabweichungen. Häufig geht damit eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit und ein größeres Kariesrisiko einher.

Unser Ziel ist es, solche Strukturstörungen frühzeitig und behutsam zu erkennen, Eltern und Kinder verständlich aufzuklären und eine sanfte, individuell abgestimmte Behandlung zu ermöglichen. Dabei steht nicht nur der Schutz der Zahnsubstanz im Fokus, sondern auch die funktionelle Entwicklung, Ästhetik und das langfristige Wohlbefinden Ihres Kindes.

Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zu den häufigsten Struktur-störungen im Kindesalter – Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) und dem Turner-Zahn.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei Dr. Prugmaier.

Wir freuen uns darauf, Sie individuell zu beraten und über Möglichkeiten der Behandlung aufzu-klären.

Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) – frühzeitig erkennen und Zähne gezielt schützen

Was ist die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz als MIH bezeichnet?

Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), umgangssprachlich auch „Kreidezähne“ genannt, ist ein entwicklungsbedingter Schmelzdefekt. Dabei ist der Zahnschmelz – die äußere Schutzschicht des Zahnes – nicht ausreichend mineralisiert.

Betroffen sind meist die ersten bleibenden Backenzähne (Molaren) sowie die Schneidezähne (Inzisiven) im Ober- und Unterkiefer. MIH tritt durchschnittlich bei etwa jedem siebenten Kind auf.

Molaren-Inzisiven-Hypominera- lisation (MIH) – frühzeitig er-kennen und Zähne gezielt schützen

Was ist die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz als MIH bezeichnet?

Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), umgangssprachlich auch „Kreide-zähne“ genannt, ist ein entwicklungs-bedingter Schmelzdefekt. Dabei ist der Zahnschmelz – die äußere Schutzschicht des Zahnes – nicht ausreichend mineralisiert.

Betroffen sind meist die ersten bleibenden Backenzähne (Molaren) sowie die Schneidezähne (Inzisiven) im Ober- und Unterkiefer. MIH tritt durchschnittlich bei etwa jedem siebenten Kind auf.

Wie erkennt man MIH?

Typische Anzeichen sind:

  • kreidige, matte Oberflächen

  • gelbliche bis bräunliche Verfärbungen

  • erhöhte Empfindlichkeit oder Schmerzen beim Zähneputzen sowie bei heißen oder kalten Speisen

Je dunkler und ausgedehnter der Defekt, desto weicher ist der Zahnschmelz. In schweren Fällen kann es zum Abplatzen oder Zerbröseln der Zahnsubstanz kommen – unabhängig von der Zahnpflege. Betroffene Zähne sind deutlich anfälliger für Karies und benötigen frühzeitig zahnärztliche Betreuung.

Wie entsteht MIH?

Die genaue Ursache ist bislang nicht abschließend geklärt. Vermutet wird ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren während der Zahnentwicklung – von der Schwangerschaft bis in die frühen Lebensjahre. Dazu zählen unter anderem:

  • Umweltfaktoren (z. B. Bisphenol A)

  • Antibiotikaeinnahmen

  • chronische Erkrankungen der Atemwege im Kindesalter

Was können Sie tun?

Bei Verdacht auf MIH empfehlen wir, zeitnah einen Untersuchungstermin zu vereinbaren. Nach einer sorgfältigen Diagnose erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Eine professionelle, regelmäßige Betreuung ist bei MIH besonders wichtig.

Wie wird MIH behandelt?

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad:

  • Milde bis moderate MIH (ohne Substanzverlust):
    Versiegelung der betroffenen Backenzähne und regelmäßige Kontrollen im Abstand von 3–6 Monaten. Ergänzend wird ein hochkonzentrierter Fluoridlack zur Kariesprophylaxe aufgetragen.

  • Ausgeprägte MIH (mit Substanzverlust):
    Versorgung der Zähne mit Füllungen oder Kronen – abhängig vom Entwicklungsstand des Zahnes.

  • Sehr schwere Fälle:
    In enger Abstimmung mit der Kieferorthopädie kann eine Entfernung des betroffenen Zahnes sinnvoll sein, mit anschließendem kieferorthopädischem Lückenschluss.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu MIH und möglichen Behandlungsoptionen in unserer Privatpraxis für Kinderzahnmedizin in Leibnitz. Wir nehmen uns Zeit – und freuen uns über Ihr Vertrauen.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu MIH und möglichen Behandlungsoptionen in unserer Privatpraxis für Kinderzahn-medizin in Leibnitz. Wir nehmen uns Zeit – und freuen uns über Ihr Vertrauen.

Turner-Zahn – entzündlich bedingt und vermeidbar

Was ist ein Turner-Zahn?

Ein Turner-Zahn ist ein bleibender Zahn, dessen Entwicklung durch eine Entzündung im Bereich eines Milchzahnes gestört wurde. Dadurch kann es zu Defekten am Zahnschmelz sowie zu Fehlbildungen der Zahnkrone und/oder Zahnwurzel kommen.

Turner-Zahn – entzündlich be-dingt und vermeidbar

Was ist ein Turner-Zahn?

Ein Turner-Zahn ist ein bleibender Zahn, dessen Entwicklung durch eine Entzündung im Bereich eines Milchzahnes gestört wurde. Dadurch kann es zu Defekten am Zahnschmelz sowie zu Fehlbildungen der Zahnkrone und/oder Zahnwurzel kommen.

Bilder: © Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien
Wie entsteht ein Turner-Zahn?

Die Ursache liegt meist in lokalen Infektionen, insbesondere in Entzündungen im Wurzelbereich von Milchzähnen. Häufig ist eine schwere, unbehandelte frühkindliche Karies – mit oder ohne Fistelbildung – der Auslöser.

Durch den entzündlichen Prozess kann sich der Knochen um den sich entwickelnden Zahnkeim teilweise auflösen. In der Folge wird der Zahnkeim geschädigt.Der Schweregrad der Veränderung hängt dabei von:

  • der Dauer und Intensität der Entzündung

  • ihrer Lage

  • sowie vom Entwicklungsstand des Zahnkeims ab

Welche Zähne sind betroffen?

Am häufigsten betroffen sind:

  • Prämolaren (bleibende Zähne zwischen Eckzahn und erstem großen Backenzahn), die auf Milchmolaren folgen

  • sowie Schneidezähne

Wie zeigt sich ein Turner-Zahn?

Die Veränderungen werden meist erst nach dem Durchbruch des bleibenden Zahnes sichtbar. Typische Merkmale sind:

  • weiße bis bräunliche Verfärbungen (Opazitäten)

  • unregelmäßige Oberflächen

  • Schmelz- und Dentindefekte

  • in schweren Fällen deutliche Verformungen der Zahnkrone

Wie wird ein Turner-Zahn behandelt?

Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Schädigung:

  • Leichte Defekte können oft mit ästhetischen Zahnaufbauten versorgt werden

  • Ausgeprägtere Veränderungen erfordern gegebenenfalls eine Überkronung

  • In seltenen, sehr schweren Fällen kann auch eine Entfernung des Zahnes notwendig sein

Wissenswert

Der Turner-Zahn ist nach dem englischen Zahnarzt J. G. Turner benannt und zählt zu den entzündlich bedingten Strukturstörungen der Zähne.

Wie entsteht ein Turner-Zahn?

Die Ursache liegt meist in lokalen Infektionen, insbesondere in Entzündungen im Wurzelbereich von Milchzähnen. Häufig ist eine schwere, unbehandelte frühkindliche Karies – mit oder ohne Fistelbildung – der Auslöser.

Durch den entzündlichen Prozess kann sich der Knochen um den sich entwickelnden Zahnkeim teilweise auflösen. In der Folge wird der Zahnkeim geschädigt.Der Schweregrad der Veränderung hängt dabei von:

  • der Dauer und Intensität der Entzündung

  • ihrer Lage

  • sowie vom Entwicklungsstand des Zahnkeims ab

Welche Zähne sind betroffen?

Am häufigsten betroffen sind:

  • Prämolaren (bleibende Zähne zwischen Eckzahn und erstem großen Backenzahn), die auf Milchmolaren folgen

  • sowie Schneidezähne

Wie zeigt sich ein Turner-Zahn?

Die Veränderungen werden meist erst nach dem Durchbruch des bleibenden Zahnes sichtbar. Typische Merkmale sind:

  • weiße bis bräunliche Verfärbungen (Opazitäten)

  • unregelmäßige Oberflächen

  • Schmelz- und Dentindefekte

  • in schweren Fällen deutliche Ver-formungen der Zahnkrone

Wie wird ein Turner-Zahn be-handelt?

Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Schädigung:

  • Leichte Defekte können oft mit ästhetischen Zahnaufbauten versorgt werden

  • Ausgeprägtere Veränderungen er-fordern gegebenenfalls eine Überkronung

  • In seltenen, sehr schweren Fällen kann auch eine Entfernung des Zahnes notwendig sein

Wissenswert

Der Turner-Zahn ist nach dem englischen Zahnarzt J. G. Turner benannt und zählt zu den entzündlich bedingten Struktur-störungen der Zähne.